Das werden die Digital Health Trends 2016

Die Zahl der digitalen Angebote im Gesundheitswesen ist im vergangenen Jahr erheblich gestiegen. Sowohl von der Verbraucherseite als auch im ersten Gesundheitsmarkt werden digitale Anwendungen immer positiver betrachtet. Der Gesetzgeber will mit dem E-Health-Gesetz ebenfalls die Digitalisierung des Gesundheitswesen vorantreiben. In diesem Jahr werden einige neue Entwicklungen auf uns zukommen. Welche Trends sich bereits abzeichnen, stellen wir für Sie im Folgenden zusammen.

Trends_2016

mHealth-Angebote und Wearables

Ein Bereich der im vergangenen Jahr vor allem durch die Verbraucher voran getrieben wurde ist der Markt von Gesundheits-Apps und Fitness-Trackern. Immer mehr Personen verwenden zur Messung gesundheitlicher Aktivitäten ihr Smartphone. Auch nach Gesundheitsinformationen wird zunächst im Internet gesucht. Die wichtigsten Themen im Social Web bilden dabei Ernährung und Fitness.

Aber auch erste medizinische Angebote finden immer mehr Anwendung. Im kommenden Jahr werden sich vor allem Anwendungen für chronisch Kranke weiter durchsetzen.

Wie sich der Trend entwickelt zeigt Ihnen unsere Infografik.

Bonusprogramme von Krankenkassen

Besonders Interesse an den gesammelten Gesundheitsinformationen zeigen die Krankenversicherungen. Vor allem die gesetzlichen Kassen sind mit digitalen Angeboten auf dem Vormarsch. Einige bieten sogar Bonusprogramme beim Kauf von Fitness-Trackern an. Laut einer Umfrage im Auftrag des BVDW könnte sich immerhin jeder siebte Deutsche vorstellen bei entsprechenden Gegenleistungen die eigenen Gesundheitsdaten weiterzugeben. Wir sind gespannt wie es 2016 weiter geht.

Rezeptausstellung für medizinische Apps

Da sich immer mehr Anwendungen entwickeln, die einen Medizinproduktcharakter besitzen, stellt sich auch die Frage der Finanzierung solcher Angebote für den Patienten. Werden Medizin-Apps bald auf Rezept ausgestellt?

Seitens der Krankenkassen besteht bisher noch wenig Bereitschaft. Im Ausland gib es bereits eine verschreibungspflichtige App für Typ-2-Diabetes Patienten.

Sprechstunde per Computer oder Smartphone

Der Trend die klassische Sprechstunde beim Arzt um eine digitale Beratung zu ergänzen, hat sich im Ausland bereits 2015 durchgesetzt. In Deutschland herrscht bisher immer noch Skepsis, sowohl seitens der Patienten als auch der Ärzte. Im vergangenen Jahr zeigte sich aber auch, dass einige Verbraucher den telemedizinischen Angeboten gegenüber aufgeschlossen sind und diese bereits nutzen. Auch 2016 wird sich dieser Trend weiterentwickeln.

Welche Angebote bereits auf dem Markt sind, können Sie hier nachlesen.

Qualitätssicherung für Internetmedizin

Der Bundesverband für Internetmedizin hat 2015 ein Qualitätssiegel für Produkte der Internetmedizin heraus gebracht.. Die Möglichkeit der Zertifizierung wird mehr Qualität und Nachhaltigkeit in den Markt bringen.

Mehr über das Qualitätssiegel und den Zertifizierungsprozess erfahren Sie hier.

Patientenzentrierung und einheitliches Datenmanagement

Die Gesundheitssysteme der westlichen Welt stehen vor den Herausforderungen ältere und chronisch kranke Menschen zu behandeln, Patienten in strukturschwachen ländlichen Gebieten zu versorgen und neue medizinische Innovationen zu bezahlen. Konzepte zum Umgang mit der Datenflut müssen ebenfalls entwickelt werden.

Themen wie Big Data und Versorgungsmanagement stehen auch 2016 auf der Tagesordnung.

Lesen Sie hier welchen Herausforderungen zum Thema Big Data sich das Gesundheitswesen stellen muss.

 

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