Die Herausforderung Notaufnahme

Jährlich werden mehr als 20 Millionen Patienten in der Notaufnahme versorgt. Die Notaufnahme steht an der Schnittstelle der sektorenübergreifenden Versorgung und verbindet wie keine andere Abteilung in der Klinik zahlreiche Nahtstellen. Es werden Entscheidungen darüber getroffen, ob ein Patient aufgenommen, verlegt oder entlassen wird. Welche Herausforderungen die Notaufnahme kennzeichnen und wie diese gemeistert werden können, präsentieren wir Ihnen im Folgenden.

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Die Notaufnahme – geprägt von raschen Entscheidungen

In der Notaufnahme ist ein strukturiertes und rasches Handel notwendig. Das Patientenaufkommen ist jedoch sehr groß. Die Zahl von sogenannten „Drehtür“ Patienten mit chronischen Erkrankungen nimmt immer weiter zu. Außerdem lässt sich in den letzten Jahren erkennen, dass auch die Zahl der sich selbsteinweisenden Patienten immer größer wird. Die zentrale Notaufnahme muss deshalb unter knapper Zeitgestaltung zwischen schweren medizinischen Notfällen und leichteren Erkrankungen koordinieren. Es muss sowohl eine Übersicht über die in behandlungbefindlichen Patienten als auch eine Einteilung der medizinischen Dringlichkeit bestehen. Dafür ist eine lückenlose Dokumentation und die rasche Verfügbarkeit von Informationen erforderlich. Zusätzlich sind die weitergegebenen Informationen für den späteren Behandlungsablauf eines Patienten entscheidend. Nur eine gute Kommunikation und eine standardisierte Dokumentation sichert die Behandlungsqualität. 

Die Konsequenz – Digitale Prozesse erforderlichNotaufnahme_E-Health_halfWidth

Die klassische Papierakte erfüllt die Anforderungen schneller und präziser Informationsverfügbarkeit nicht. Liegen Patientendaten jedoch digital vor, können notwendige Informationen besser und gezielter aufgefunden werden. Die digitale Verwaltung der Daten ermöglicht die Einsicht in Befunde vorheriger Krankenhausaufenthalte, so dass bei wiederkehrenden Patienten direkt der Behandlungsstatus abgerufen und eine schnellere Entscheidung getroffen werden kann. Doppel Eingaben und sogar doppel Untersuchungen können so vermieden werden. Auch für die Ausstellung eines Arztbriefes sind digitale Patientendaten von Vorteil, da diese ohne zusätzlichen Aufwand genutzt werden können.

Das E-Health-Gesetz – Diese Chancen bietet es

Das E-Health-Gesetz, welches Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, bietet bereits einige Chancen, an die in der Notfallversorgung angeknüpft werden kann. Ab 2018 sollen Notfalldaten auf Wunsch der Versicherten auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden. So sind wichtige Informationen über Allergien und Vorerkrankungen schnell verfügbar. Allerdings nur, wenn der Patient die Gesundheitskarte auch bei sich hat. Im Jahr 2017 wird das Erstellen eines elektronischen Arztbriefes finanziell unterstützt, sodass sich hier eine Investition vor der Einführung der Telematik-Infrastuktur lohnt. Auch die Einführung der elektronischen Patientenakte wird durch das Gesetz thematisiert. Mit der elektronischen Patientenakte ist gewährleistet, dass die Patienteninformationen digital zur Verfügung stehen und im Bedarfsfall schnellstmöglich abgerufen werden können. 

Die Zukunftslösung – IT zur Prozessoptimierung

Das E-Health-Gesetz und die sich ständig weiterentwickelnde Umwelt stellen einige Anreize zur Optimierung der Dokumentationsvorgänge und Abläufe in der Notaufnahme bereit. Um den Herausforderungen in der Notaufnahme auch in Zukunft entgegen treten zu können, wird eine Digitalisierung der Prozesse erforderlich sein. 

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