NTx 360° – Die Nierentransplantationsnachsorge von Morgen

Gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover digitalisiert symeda den Nachsorgeprozess bei Nierentransplantationen (NTx) und optimiert damit die Bedingungen und Lebensqualität für Patienten nach dem Eingriff.

Wie kann das aussehen? Ein Szenario*

Bei Herrn Scholz wurde vor acht Jahren eine chronische Niereninsuffizienz diagnostiziert und seitdem musste er dreimal wöchentlich zur Dialyse. Relativ schnell verschlechterte sich sein Gesundheitszustand und es wurde klar, dass Herr Scholz eine Transplantation benötigt, auf die er über sieben Jahre wartete.

Vor einem Jahr hatte das Warten ein Ende und Herr Scholz bekam im 170km entfernten NTx-Zentrum eine Spenderniere transplantiert. Neben ambulanter Kontrolle beim nahegelegenen Nephrologen und dem erforderlichen Lebensstilwandel muss er alle zwei Wochen den anstrengenden und weiten Weg in seine NTx-Klinik auf sich nehmen.

Dabei funktioniert der Austausch zwischen den behandelnden Ärzten nicht immer reibungslos. Da die neuesten Labordaten und Befunde auf dem Postweg ausgetauscht werden und somit nicht immer allen Beteiligten die aktuellsten Daten zur Verfügung stehen, kam es in der Vergangenheit zu widersprüchlichen Aussagen und Empfehlungen der Ärzte.

Auch der nötige Wandel des Lebensstils belastet Herrn Scholz. Er darf bestimmte Lebensmittel nicht mehr zu sich nehmen, muss sich regelmäßig bewegen und daran denken, zu vier unterschiedlichen Tageszeitpunkten die richtige Dosis seiner insgesamt acht verschriebenen Medikamenten zu sich zu nehmen. Schon eine kleine Abweichung von seinem Medikationsplan erhöht das Risiko einer Abstoßung der neuen Niere deutlich.

Da er sich nicht alle Details merken kann, muss Herr Scholz regelmäßig Verhaltensregeln in seinen persönlichen Unterlagen nachschlagen und sich selbst an die Einnahme seiner Medikamente erinnern. Das alles belastet ihn zusätzlich und schränkt seine Lebensqualität ein. Seit Kurzem haben seine behandelnden Ärzte den Nachsorgeprozess einer Nierentransplantation digitalisiert und Herr Scholz ist einer der ersten Patienten, bei dem dies umgesetzt wird.

Vorteile der digitalen Lösung

Im Wesentlichen werden mit der Digitalisierung drei neue Werkzeuge in den Prozess eingeführt; die elektronische Fallakte (EFA), Telemedizin und eine App zur Unterstützung der Patienten. Hierfür setzt symeda sein Casemanagement-System CASEPLUS ein, das fast alle Funktionen vereint.

Im Kern der Interventionsmaßnahmen steht dabei die Einführung von telemedizinischen Untersuchungen, um Patienten nicht mit verzichtbaren Reisen unnötig zu belasten. Dadurch verringert sich für Herrn Scholz die Frequenz seiner Besuche in der weit entfernten NTx-Klinik. Nun muss er nur noch einmal monatlich die Reise antreten und kann die zweite monatliche Visite als Televisite mit seinem heimatnahmen Nephrologen in dessen Praxis und dem behandelnden Arzt des NTx-Zentrums per gesicherter Videokonferenz führen, welche von den Ärzten direkt aus CASEPLUS gestartet werden kann.

Bei unerwarteten Komplikationen kann Herr Scholz ebenfalls zunächst an einer Televisite teilnehmen. So können die Ärzte im ersten Schritt einschätzen, ob ein Besuch in der Klinik wirklich nötig ist oder das Problem ohne Reise gelöst werden kann. Bisher musste Herr Scholz bei jeder Komplikation im Nierentransplantationszentrum vorstellig werden.

Mithilfe der elektronischen Fallakte können die Ärzte ihre Kommunikation und den Austausch von Daten strukturieren und effizienter gestalten. Alle behandelnden Ärzte und auch Herr Scholz selbst können mit CASEPLUS auf aktuelle Befunde und Daten zugreifen und sind damit zu jeder Zeit auf demselben Stand des Prozesses. Sie  können auf eine automatisierte Datenübertragung und Dokumentation zurückgreifen und sich auf das Wesentliche konzentrieren – die optimale Versorgung für Herrn Scholz. Ebenso können seine Ärzte sich ohne ihn per Videokonferenz austauschen und besprechen. Widersprüchliche Aussagen und Anordnungen können damit vermieden und die Behandlungsqualität gesteigert werden. Auch in der Verwaltung von Herrn Scholz Akte unterstützt CASEPLUS die Ärzte, indem es Auswertungen, Dokumentationen und Berichte automatisiert erstellt.

Eine eigens entwickelte App, die Herr Scholz auf seinem Smartphone installiert hat, unterstützt ihn in seinem Alltag. Sportmediziner entwickeln einen Trainingsplan, welcher in der App digital bereitgestellt wird. Herr Scholz trägt seine Aktivitäten und Probleme dabei in die App ein und der Trainingsplan kann anhand dieser Daten im weiteren Verlauf kontinuierlich gesteuert und optimiert werden. Auch seinen Medikationsplan kann Herr Scholz einsehen und wenn seine Ärzte diesen anpassen oder verändern, kann Herr Scholz das nachvollziehen.

Mithilfe digitaler Technologien wie der symeda Software CASEPLUS wird es den Ärzten ermöglicht, effizienter und strukturierter zusammenzuarbeiten. Durch augenblickliche und sektorenübergreifende Verfügbarkeit aktueller Daten können sie schneller und zielgerichteter agieren und reagieren. Damit kann der Patient und die jeweils individuell auf ihn abgestimmte Therapie weiter in den Fokus rücken.

Davon profitieren sowohl Ärzte als auch Herr Scholz. Er kann seine neu gewonnenen Freiheiten und das Plus an Lebensqualität aktiv in seine Genesung investieren.

 

Weitere Informationen finden Sie in unseren News und unter: www.ntx360grad.de

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*Alle Personen und Handlungen in diesem Szenario sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig und völlig unbeabsichtigt.

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