Pilotprojekt zum Aufnahme- und Entlassmanagement am AKH Celle in Zusammenarbeit mit der AOK Niedersachsen

Gemeinsam mit der AOK Niedersachsen und dem Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Celle startet symeda ab sofort ein Pilotprojekt zum digitalen Aufnahme- und Entlassmanagement. Im Mittelpunkt steht dabei die Vernetzung von Patient, behandelnden Arztpraxen und Krankenhaus, um so alle relevanten medizinischen Informationen den Behandlern ohne Umwege zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig den Patienten bei Anliegen rund um seinen Krankenhausaufenthalt zu unterstützen.

Um den größtmöglichen Nutzen sowohl für Ärzte als auch Patienten zu schaffen, wurden zunächst die für das Aufnahme- und Entlassmanagement relevanten Prozesse genau betrachtet. Mit der von symeda entwickelten Software CASEPLUS konnte so eine digitale Anwendung entwickelt werden, welche diese Prozesse nutzerfreundlich und effizient abbildet. Im Fokus des Pilotprojekts stehen dabei die direkte und transparente Kommunikation aller beteiligten Parteien in Form einer digitalen fallbezogenen Patientenakte. Neben der AOK Niedersachsen und dem AKH sind bislang 18 Ärzte aus der Region Celle an dem Pilotprojekt beteiligt.

Eine Befragung des AOK BV hat ergeben, dass solche digitalen Lösungen seitens der Patienten gewünscht wird: 85% der Befragten sind der Ansicht, dass sich durch eine digitale Gesundheitsakte die Zusammenarbeit von Hausärzten, Fachärzten und Kliniken verbessern lässt.

Wie genau sieht das Pilotprojekt aus?

Bei dem Pilotprojekt werden relevante Prozesse des Aufnahme- und Entlassmanagements durch CASEPLUS unterstützt. Dies schließt beispielsweise die begleitende medizinische Dokumentation, den Entlassbrief für den Patienten sowie den Medikationsplan und die ambulanter Weiterversorgung mit ein. Alle für diese Prozesse notwendigen Informationen werden dabei in einer digitalen Patientenakte gespeichert. Diese kann sowohl von den Ärzten als auch vom Patienten selbst eingesehen werden. Vor seinem Aufenthalt kann der Patient dabei frei entscheiden, ob die Vorteile einer digitalen Patientenakte genutzt werden sollen und welcher Behandler eingebunden wird.

Was sind dabei die Vorteile für den Patienten?

Dem Patienten steht durch CASEPLUS und den dadurch digitalisierten Prozessen eine effiziente und transparente Kommunikation zwischen allen behandelnden Parteien zur Verfügung. So können Fehler vermieden und gleichzeitig der Patient entlastet werden, indem die Übermittlung wichtiger Informationen wie der Medikationsplan direkt digital stattfindet. Bisher basierten diese Informationen auf den Auskünften des Patienten.

Für viele Menschen ist es im Alltag bereits selbstverständlich, mit ihrem Smartphone digitale Services zu nutzen. In Zukunft stehen dem Patienten durch CASEPLUS solche Services und die damit verbundenen Möglichkeiten ebenfalls im medizinischen Umfeld zur Verfügung: Eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen, Beratung und Informationen zu bestimmten Diagnosen abzurufen oder während des Krankenhausaufenthalts auf Infotainment zuzugreifen: All das sind denkbare Anwendungsfälle von CASEPLUS und sollen im Pilotprojekt schrittweise umgesetzt werden.

Quellen:

https://aok-bv.de/imperia/md/aokbv/presse/pressemitteilungen/archiv/2017/09_grafiken_befragung_gesundheitsakte.pdf

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