Wie der elektronische Arztbrief das Entlassungsmanagement verbessern kann

Was ist das Entlassungsmanagement?

Elektronischer Arztbrief im Entlassungsmanagement

Elektronischer Arztbrief im Entlassungsmanagement

Eine besonders kritische Phase in der Behandlungskette des Patienten stellt der Übergang von einer stationären Versorgung in eine weitergehende medizinische, rehabilitative oder pflegerische Versorgung dar. Um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten, ist das Entlassungsmanagement seit 2011 laut dem GKV-Versorgungsstukturgesetz teil der Krankenhausbehandlung. Das Entlassungsmanagement regelt in einem Prozess zur Unterstützung des Patienten den Übergang von einer stationären Krankenhausbehandlung in die weiterführende Versorgung. Gem. §11 Abs. 4 SGB V haben alle Leistungserbringer, also Vertragsärtzte, Krankenhäuser, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen, für einen sachgerechten Versorgungsübergang zu sorgen und sind dabei von den Krankenkassen zu unterstützen.

Welche Probleme gibt es?

Oft scheitert das Entlassungsmanagement jedoch an zu kurzfristigen Entlassungen oder fehlenden Standards bei der Überleitung, so dass die notwendigen Vorkehrungen erst gar nicht getroffen werden können. Als größtes Problem stellt sich dabei die mangelnde Kommunikation zwischen den Beteiligten heraus. Oft gelingt es nicht alle Versorgungsebenen zu beteiligen. Große Schwierigkeiten bereitet vor allem die Übermittlung von Patientendaten. Bisher bekommt der Patient häufig einen ausgedruckten Arztbrief mit, den er selbst seinem Hausarzt übergeben muss. Die Bereitstellung der richtigen Informationen ist jedoch für alle Beteiligten von zentraler Bedeutung. Um den weiteren Versorgungsprozess bestmöglich planen zu können, müssen alle wichtigen Informationen auf dem schnellsten Weg weiter geleitet werden.

Die Lösung: Der elektronische Arztbrief

Für ein erfolgreiches Entlassungsmanagement ist also einerseits die schnelle und einfache Informationsweitergabe erforderlich, andererseits muss auch der sichere Zugang und Transportweg gesichert werden. Elektronische Arztbriefe bieten einen unkomplizierten Weg der Informationsübertragung. Im Gegensatz zum herkömmlichen Arztbrief ist weder ausdrucken, noch kuvertieren oder einscannen erforderlich, so dass Erstellung, Versand und Übernahme ohne Medienbrüche möglich sind. Mit dem eArztbrief können schnellstmöglich und gezielt Informationen an die jeweiligen Beteiligten weiterleitet werden.

Zu beachten: Datensicherheit

Im Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten muss das Thema Datenschutz höchste Priorität haben. Gerade bei Versand des elektronischen Arztbriefes sollten also einige Datenschutzvorkehrungen getroffen werden. Wichtig ist auch das der Patient die Hoheit über seine Daten behält und selbst entscheiden kann, wer diese einsehen darf. Bevor die Prozesse des Entlassungsmanagements und damit auch die Informationsweitergabe stattfinden darf, ist die ausdrückliche Zustimmung des Patienten erforderlich.

Der elektronische Arztbrief ist bereits auf dem Vormarsch

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe(kvwl) testen in einigen Regionen bereits den elektronischen Arztbrief unter anderem für das Einweisungs- und Entlassungsmanagement (vgl.KVWLkompakt 9/2014 S.10ff). Der eArztbrief kann systemübergreifend in den verschiedenen Praxisverwaltungssystemen und Krankenhausinformationssystemen erzeugt, verarbeitet und gespeichert werden. Anschließend wird er über eine sichere Verbindung automatisch an den Adressaten weitergeleitet.

Der elektronische Arztbrief entlastet vor unnötiger bürokratischer Arbeit und ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Informationsaustausch zwischen den Leistungserbringern, so dass Kommunikationsschwierigkeiten gerade in Bereichen des Entlassungsmangements aufgebrochen werden können.

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